3 Tage Bangkok – Reisetagebuch

14.1.2018 Abflug nach Bangkok

So gegen 15 Uhr kam dann langsam die Aufregung, es geht in wenigen Stunden los und Christoph schreibt mir eine Whats App „ich fahr so gegen 15.15 los“. Was soll ich sagen, daß er nicht zum Frühstück da ist war klar, daß er es auch Mittags nicht schaffte war schade, doch jetzt das Gefühl hoffentlich schaffen wir das.

Was für ein Glück dass Barbara uns zum Flughafen fährt, ein letztes Foto in Deutschland macht und noch wartet bis wir eingecheckt haben. Dann heißt es erst mal Wasser kaufen und das war gut so, denn bis im Flieger die erste Runde Getränke kam, wäre ich fast verdurstet 😊

Die Zeit bis nach Dubai verging ganz rasch mit einer total netten Komödie „Misses Doubtfire“ und ein wenig schlafen. In Dubai war dann so ein Nebel, dass die Maschine eine Stunde kreisen musste bevor sie landen konnte.

15.1. Auf nach Bangkok

Nebel, Nebel, Nebel und so musste auch der Flieger nach Bangkok über 2 Stunden warten bevor er starten konnte und die 6 Std. Flug zogen sich hin wie Kaugummi, zum lesen zu müde und zum schlafen zu unbequem war ich froh, daß ich noch einige podcast Folgen mir anhören konnte, u.d. die von Marcus Meurer zum digitalen Nomadentum. Ich finde das ja eine total spannende Idee und bin gleichzeitig total froh und dankbar, dass ich ein Jahr Weltreise machen kann ohne arbeiten zu müssen.

Einen ersten Eindruck von der Stadt bekommen wir schon, als wir so gegen 10 Uhr abends mit dem Taxi zum Hotel fahren, schier unendlich zieht sich die Strecke vom Flughafen durch die Stadt und als wir 1 Stunde später im Hotel ankommen zahlen wir gerade mal umgerechnet 18 Euro.

Was für ein Hotel, danke für die Empfehlung Wolfgang, wir kommen in unsere Suite (60 € die Nacht statt der momentan bei booking.com angegebenen 220 €) und haben einen gigantischen Blick über die Stadt. Hab allerdings so einen Hunger dass wir erstmal raus gehen und gleich gegenüber dem Hotel in dem Lokal uns ein Thai Curry bestellen. So was von lecker und scharf, der richtige Einstieg in Thailand. Dietmar hatte uns am Freitag noch erzählt, dass man in Thailand für 5 € ein leckeres Menü  samt Getränke bekommt, doch hier zahlen wir erstmal ganz europäische Preise

wir haben über booking.com gebucht Lebua At State

Ich will dann unbedingt noch in die Skybar im 56. Stock und der Ausblick ist echt atemberaubend schön, die Preise hier oben sind auch atemberaubend, ab 100 € für ein Glas Wein, doch mir reicht eh der Ausblick.

16.1. Tag 1 – Bangkok

Es ist schon 9 Uhr als wir von der Sonne geweckt werden. Bei Tageslicht schaut die Stadt ganz anders aus wir beschließen erstmal uns die Umgebung anzuschauen. Ganz in der Nähe in einer Seitenstraße entdecken wir die typischen thailändischen Garküchen und so gibt es zum Frühstück erstmal eine Kokusnuss und ein Rührei.

Wir schauen uns die Empfehlungen von anderen Weltreisenden für Bangkok an und beschließen mit dem Tuc Tuc eine kleine Rundfahrt zu machen. Unser Fahrer fährt uns zum ersten Tempel, echt beeindruckend und dann natürlich in ein Geschäft wo wir Kleider aus Seide kaufen können, doch wir wollen jetzt nicht einkaufen, sondern etwas von der Stadt sehen, wir steigen wieder ein und werden zum Fluß gefahren wo wir für 2 Std. eine Fahrt für 2000 Bath, 50 €  buchen sollen. Ein touristisches Angebot und wir fangen an zu handeln. Wasser zieht mich einfach magisch an und so landen wir dann bei einer thailändischen Familie mit Kind auf dem Boot und schippern ganz gemächlich zur Memorial Bridge und von dort aus in einen Seitenkanal. Hier wird es richtig interessant und es zeigt nochmal deutlich wie nah arm und reich hier Seite an Seite leben.

Bangkok - Boot 1

So ein Ausflug macht hungrig und wir folgen einer weiteren Empfehlung, nämlich Pad Thai zu essen und ich kann nur sagen es schmeckt ausgesprochen lecker, gehört schon jetzt zu meinen Favoriten.

Jetzt geht es zu Fuß weiter Richtung Lumphini Park, vorbei an lauter Garküchen, Obstständen, Händlern und obwohl wir gerade gegessen haben, kaufe ich mir hier leckere Mangostan. Ich liebe diese leckere Frucht seit ich sie auf Bali vor Jahren kennengelernt habe.

Es wummselt nur so von Menschen in dieser Stadt und es scheint sich alles auf der Straße abzuspielen. Doch eines ist sicher, es ist das Land des Lächelns.

Auf dem breiten Weg der durch den Park führt joggen hunderte von Menschen und rund um den See werden gerade die Stände für ein Festival aufgebaut. Musik begleitet uns durch den Park und wir genießen schon bald einen frisch gepressten Granatapfelsaft. So langsam merke ich, dass meine Füße müde werden, wir gehen trotzdem den Weg zurück und machen einige Pausen und Unterbrechungen. Ich bin ja ziemlich unsportlich und bin zuhause schon froh wenn ich 10.000 Schritte schaffe, heute waren es 25.000 und ich falle erst mal nur ins Bett und lass mir meine Füße und Beine mit meiner „Wundercreme“ einreiben.

 

17.1. Tag 2 – Bangok

Um 6 Uhr wache ich auf, bin absolut fit und gut drauf. Ich könnte Bäume ausreisen. Mein Schatz schläft noch tief und fest und so schau ich gleich mal wie wir zu dem schwimmenden Markt kommen. Susanne hat mir gesagt, dass ich das unbedingt erleben muss, wenn ich in Thailand bin und so stöbere ich in google nach schwimmenden Markt in Bangkok und bin ganz überrascht, daß ich einen Artikel finde mit den 10 schönsten schwimmenden Märkten.

Ich geh kurz auf den Balkon, schau runter zum Schwimmbad und trau meinen Augen nicht, da liegt doch in der Muschel Silvia und Wolfgang, die heute angereist sind und mit denen wir uns zum Abendessen verabredet haben. Da musste ich einfach mein Handy zücken ein Foto machen und es den beiden schicken.

Wir beschließen erst zum frühstücken zu gehen und uns dann zu entscheiden zu welchem wir fahren wollen. Auf geht’s in die Gassen Bangkoks, vorbei an den Garküchen und den vielen Thais die hier ihr morgentliches Mahl genießen.

Irgendwie können wir uns nicht entscheiden was wir essen wollen, bei vielem hat man auch keine Ahnung was das sein könnte, ein Stand riecht für mich greuslich nach Fisch und so landen wir halt doch wieder in einer kleinen Bar mit Blick auf die Garküchen.

Mango und Rice steht auf der Speiskarte und sofort weiß ich das ist meins. Christoph hat es das Pad Thai angetan und wir sind absolut erstaunt wie wunderbar es hergerichtet ist

Mango Rice

Als wir genauer die Beschreibung der schwiwmmenden Märkte studieren stellen wir fest, daß die meisten nur am Wochenende sind und der, der auf Platz 1 steht nur bis 12 geöffnet hat und eineinhalb Stunden außerhalb von Bangkok liegt. Tja, das hätte ich wohl besser am Abend vorher gelesen, dann wären wir einfach in der Früh gleich losgefahren. Doch mittlerweile war es 10 Uhr und  wir beschlossen, daß es keinen Sinn macht jetzt noch da hin zu fahren.

Doch was dann? Den Königspalast hatten wir uns für den nächsten Tag vorgenommen gemeinsam mit Silvia und Wolfgang zu besichtigen und Christoph hat Lust heut auf das drittgrößte Einkaufszentrum der Welt. Diese Begeisterung kann ich absolut nicht teilen, doch es ist okay, dass er heute was aussucht und so gehen wir Richtung Fluß los. Mein Schatz fragt dann doch einen Tuc Tuc Fahrer nach den schwimmenden Märkten und der holt gleich einen Freund der uns mitteilt dass die schwimmenden Märkte inzwischen bis 16 Uhr geöffnet hätten und unsmit seinem Auto ganz günstig da hinfahren würde. Wir verhandeln noch ein wenig und dann kehren wir zum ursprünglichen Plan zurück und lassen uns fahren.

Schon während der langen Fahrt aus der Stadt raus ärgere ich mich, daß wir nicht besser geplant haben, doch dann sage ich mir, der Tag ist viel zu schade um mich zu ärgern, ich will mich lieber freuen an dem was ich heute erlebe. Doch schon bei der Ankunft steigt wieder Ärger auf, den es ist ein Touristenangebot und wir sollen für den schwimmenden Markt 2500 Bath bezahlen, oder mit Elefanten reiten 3000 und mit Affen und Krokodilen 5000. Eines ist klar, nur der schwimmende Markt und schon als wir in dem Boot sitzen ist mein Ärger verschwunden und ich staune über das Gewummsel in den Wasserstraßen. Die Boote mit den Früchten und Garküchen sind schon beeindruckend.

schwimmende Märkte

 

 

18.1. Tag 3 – Königspalast

Wir haben uns mit Silvia und Wolfgang verabredet um gemeinsam den Königspalast zu besichtigen. Vom Pier aus fahren wir mit dem Boot Richtung Königspalast und ich hatte vorsorglich schon mal ein T-Shirt mit Ärmel angezogen, und die Hose bis zu den Knien, doch sofort werde ich angesprochen, die Hose ist zu kurz, das hätte ich mir ja denken können, doch irgendwie hab ich heute morgen nicht daran gedacht. Jetzt heißt es eine lange Hose kaufen, genügend Händler und Stände gibt es ja auf dem Weg vom Pier zum Palast. Sogar Hosen zum mieten – spannende Geschäftsidee. Menschenmengen wollen in den Königspalast, Silvia hängt sich ihr Tuch um und wird auch nicht reingelassen, sie kehrt um und kauft ein T-Shirt mit Ärmel. Schon wieder was gelernt 😊

Ich bin absolut beeindruckt, es ist mit Worten kaum zu beschreiben und tatsächlich ein MUSS bei einem Besuch in Bangkok. Wir bewundern die Tempel und die Palastanlage mit den vielen Ausläufern. Silvia hatte mich gefragt ob wir ein kurzes Interview machen können an einem ruhigen Plätzchen, das scheint hier doch etwas herausfordernd. Doch ziemlich gegen Ende finden wir tatsächlich eine Grünanlage vor dem Palast und wir „arbeiten“ sozusagen mal 5 Minuten.

Es hat über 38 Grad, es ist feucht, wir sind komplett nass geschwitzt und so nehmen wir ein Tuc Tuc zum liegenden Buddha und ich muss sagen, so groß hätte ich ihn mir nicht vorgestellt, 15 Meter hoch, 46 Meter lang, doch What Pho hat noch viel mehr zu bieten.

Königspalast BangkoBangkok Königspalast

Meine TOP 5 in Bangkok

  1. Königspalast
  2. What Pho
  3. Schwimmender Markt
  4. Lumphini Park
  5. Nachtmarkt

Falls Du schon mal in Bangkok warst, schreib doch in die Kommentare was Dir am besten gefallen hat. Und was würde Dich interessieren wenn Du nach Bangkok reisen würdest.

Ich sende Dir ganz liebe Grüße

und wünsch Dir für heute einen ganz besonders schönen Tag und natürlich ein glückliches, erfülltes und finanziell freies Leben

Deine Amata