Nicole Hečl über ihre Auszeit im KlarZeit Seminar

Was für eine Woche liegt da hinter mir…
Ich hatte das enorme Glück, mit den richtigen Menschen am richtigen Ort zu sein. Es war ein großes Geschenk, für das ich sehr dankbar bin.  Da waren viele bewegende Situationen und richtig gute Gespräche, welche schlussendlich einiges in mir bewirkt haben.

Ich bin bereit, mich aus Situationen zu lösen, die mir nicht gut tun. Und es ist schmerzhaft, sich solche doch einschneidenden Veränderungen vorzunehmen.

Aber:

Ich durfte mir in der KLARZEIT auch bewusst werden, was ich wirklich will.

Doch erst mal zurück zum Anfang.

Ich nahm mir eine Auszeit. Vier Tage KLARZEIT unter der Anleitung von Amata Bayerl in Ottobeuren. Das neblige Wetter war eine gute Metapher für die folgende „klare Zeit“.

Zu Beginn wusste ich, ebenso wie alle anderen Teilnehmer, nicht, was mich erwartet. Was würden für Menschen dabei sein, wie wird das Ganze wohl gestaltet sein? Die Neugierde war groß, jedoch hatte ich keinerlei Erwartungen.

Ich wollte mich einfach voll und ganz hinein geben und mir war klar, alles was kommen wird, soll in mein Leben kommen.

Denn alles kommt zum richtigen Zeitpunkt. Und so war es auch hier. Und es kam gewaltig in mein Leben und meine Gedanken.

Ich möchte dir heute einen kleinen Einblick in vier Tage meines persönlichen Erlebens geben. Und eines kann ich bereits vorweg nehmen – alles, was ich hier erfahren durfte, gehört zu den positiven Wendepunkten in meinem Leben.

Hierfür bin ich mir dankbar, weil ich mich diesem Seminar voll hingegeben habe und Tränen und Lachen im selben Maße zuließ. Und ich danke allen, die dabei waren – schön, dass es euch gibt!

 

Tag 1

18 Uhr. Wir trafen uns zu einem gemütlichen Abendessen (…hierbei sei erwähnt, das Essen im Hotel Maximilian ist nicht nur wunderschön angerichtet, sondern es schmeckt zudem exzellent!), um in lockerer Atmosphäre einander etwas kennen zu lernen. Nach dem geselligen Beisammensein, fanden wir uns im Raum „Memmingen“ zusammen und notierten die Erwartungen der Teilnehmer.  Es wurden uns Fragen gestellt – wo komme ich her, was liegt hinter mir? Wo stehe ich gerade? Wo will ich hin?

Jeder Teilnehmer hatte Gelegenheit, sich kurz vorzustellen und Amata Bayerl stimmte mit ihrer ruhigen, empathischen Art die Gruppe ein.

Sie stellte auch die Frage:

Was brauche ich für ein erfülltes und glückliches Jahr 2017?

Fragen, die jeden einzelnen dort abholten, wo er gerade stand.  Wir gingen in uns und jeder reflektierte im Stillen seinen aktuellen Standort.

Was ich als sehr angenehm empfand – trotz zeitlichem Rahmen, fühlte ich mich „zeitlos“. Bereits hier begann sich der Alltagsstress etwas zu lösen.

 

Tag 2

Treffpunkt 8 Uhr zum morgendlichen meditativen Spaziergang.  Warm eingepackt und schweigend liefen wir los. Die frische kalte Luft sorgte für rosige Wangen und dafür, dass ich schnell ziemlich wach war. Die anderen Teilnehmer holten sich ihren Frische-Kick mit Amata an einer Kneipp – Stelle.

Und sie hatten alle meine höchste Bewunderung! Mir reichte ein Finger in dem eiskalten Wasser… Ihr lieben Leser, sowas mag ich nur mit einem Saunagang zuvor!

Danach trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück. Hier bietet das Hotel eine reichhaltige Auswahl, so dass jeder Wunsch erfüllt wird. Dieses Frühstück in der Gemeinschaft der Gruppe fühlte sich für mich bereits familiär an.

Anschließend hatte jeder Gelegenheit, sich im geschmackvoll eingerichteten Hotelzimmer zu erfrischen, bevor wir uns wieder im Seminarraum sammelten.

Kennt ihr die afrikanische Geschichte vom Adler und den Hühnern?

Es wäre zu lang, hier den Text einzufügen. Deswegen als kleiner Tipp: unbedingt googeln! Eine Geschichte, die auf jeden Menschen passt – auch auf dich.

Amata gab uns die Aufgabe, bewusst in den Tag zu starten. Dazu sollten wir drei Dinge benennen, auf die wir uns an dem Tag freuten.  Sie gab uns auch den Tipp, jeden Tag zu notieren: „Was habe ich heute alles geschafft?“ Dies ist eine schöne Sache, denn wir Menschen neigen ja doch gern mal dazu, nur zu sehen, was wir nicht erledigt haben.

„Achte auf deinen Fokus, denn er bestimmt, wohin du gehst und wer du bist und sein wirst!“

Das Ziel ist es, dies alles in den Alltag zu integrieren. Doch wie erinnere ich mich, mir selber in jeder Stunde ein Lächeln zu schenken? Hier gab sie uns als Handwerkszeug den Tipp, eine Erinnerung in das Handy zu geben.

„Es schlägt die Stund‘, Gott steh uns bei, dass diese Stund‘ glückselig sei.“

Es gab so unfassbar viele Anregungen, so viele gute Fragen, die zum Nachdenken anregten. Ich mag es gar nicht alles aufführen – dies alles muss man selber erlebt haben, weil es sich lohnt, sich selber mal an erste Stelle zu setzen.

  • „Was kann ich tun, dass es mir noch besser geht?“
  • „Was denkt „es“ gerade in mir?“
  • „Ist mein Denken förderlich?“

Seit einem Jahr führe ich bereits ein kleines Buch, in das ich alles aufschreibe, für das ich dankbar bin. Allein dies hat meinen Fokus schon nachhaltig verändert. Meine neue Hausaufgabe wurde es nun durch Amata, jeden Abend drei NEUE Dinge aufzuschreiben, für die ich dankbar bin.

Ebenso ist es gerade in Entscheidungs- und Veränderungsphasen wichtig, jeden Monat einen Oasentag einzulegen und sich mindestens eine Stunde Zeit zu nehmen, um die letzten vier Wochen zu würdigen und dankbar dafür zu sein. Der Oasentag beinhaltet eine Pause im Hier und Jetzt.

In der Stille liegt die Kraft.

Heute am zweiten Tag erfuhren wir viel über Sebastian Kneipp und seine fünf Säulen. Seine Grundprinzipien:

  • Wasser
  • Pflanzen/Kräuter
  • Bewegung an der frischen Luft
  • Ernährung
  • Denken/Balance

Ein weiser Mann, der schon früh erkannte, wie wichtig Prävention ist, um die Gesundheit zu erhalten. Das gute Essen des Tages erwähne ich nun bewusst nicht mehr. Denn wenn ich dir die ganze Zeit davon vorschwärme, gehst du zum Kühlschrank und verpasst die Gelegenheit, mein Erlebnis zu verfolgen.

Denn vielleicht ist mein Erlebnis dein Wendepunkt, um dich selber zu fragen:

„Wer ist der wichtigste Mensch in meinem Leben?“

Bist du dies für dich?

 

Tag 3

Noch wärmer eingepackt und so mancher bereits mit einem kleinen Handtuch ausgestattet, starteten wir lächelnd und stillschweigend in unsere morgendliche Runde. Und auch heute erfrischten sich die Teilnehmer im Bannwald – Bächle. Wir waren eine kleinere Gruppe und dadurch wurde dieser Tag sehr schnell sehr intensiv und vertraulich. Jeder öffnete sich und dies war für mich besonders bereichernd. Zu hören, was die Menschen bewegte, wo sie standen, wo sie hinwollten. Was ihre Träume, Ziele, ihre Sehnsüchte waren, dies ließ mich über meine eigenen nachdenken.

Meine persönlichen Highlights des Tages – Entspannung in der hauseigenen Sauna. Meine persönliche Gebets-Zeit in der Basilika in Ottobeuren. Last but not least – durch eine angeleitete Meditation, ein gewisses Zeltlager-Feeling zum Ausklang des Tages.

Hier wünsche ich jedem Leser seine eigenen KLARZEIT – Erfahrungen.

„Ich war am Ende des Tages voller Glücksgefühle, Liebe und absolut im Jetzt.“

 

Tag 4

Ganz klar – ich wünschte, es wäre noch nicht vorüber! Ich kannte Amata schon vorher als eine bewundernswerte, erfolgreiche Businessfrau, schlagfertig und taff. Und hier dufte ich erkennen, was es ist, das diese Frau erfolgreich macht. Es ist das Wissen aus ihrer Zeit im Kloster. Sie begegnete jedem Teilnehmer wertschätzend und in Liebe. Sie brachte Klarheit in die Gruppe, leitete in ruhiger Weise an, machte in den richtigen Momenten Pausen. Ich fühlte mich in der kleinen Gruppe geborgen. Amata lebt echte Werte und dies ist gerade in heutiger Zeit ein hohes Gut.

Und sie geht tatsächlich fast täglich und bei jedem Wetter kneippen – Hut ab!

Fazit – ich kann diese Auszeit jedem Menschen empfehlen, der im Alltag stark eingebunden ist und Zeit für sich braucht. Heutzutage prägen volle Terminkalender und eine ständige Erreichbarkeit den Alltag von vielen.

In der KLARZEIT hat jeder die Möglichkeit, sich neu zu sortieren. Sich in einer tragenden Gemeinschaft fallen zu lassen, sich vertrauensvoll zu öffnen und auch durch das Feedback der anderen und speziell von Amata, neue Gedankengänge zu entwickeln.

Durch diese Achtsamkeit mit sich selber, die Erfahrungen in der Gruppe, das gute Essen, die stille Zeit und die frische Luft, findet man in seine Balance zurück. Und dies ist schlussendlich der Schlüssel für unsere Gesundheit.

Denn wie sagte Sebastian Kneipp?

„Vorbeugen ist besser als heilen, denn gesund bleiben und lang leben will jedermann, aber die wenigsten tun etwas dafür.“