TOP 3 in Bocas del Toro & Reisetagebuch

Tag 140 – Sonntag 17.6.

Heute heißt es Abschied zu nehmen von Costa Rica, wir packen unsere Sachen zusammen, machen von allen Resten noch ein leckeres Frühstück und schleppen dann unser Rucksäche vor zum Perla Negra, von dort sollen wir abgeholt werden.

David, der Besitzer des Hotels begrüßt uns mit Handschlag und seinem unglaublichen Charme. Er ist hier geboren, doch sein Vater ist Italiener und das spürt man bei ihm. Wir haben noch etwas Zeit bis der Bus kommt und wir unterhalten uns ein wenig, er erzählt, daß es hier ganz viele Deutsche gibt mit Hotels und Hostels und der aus dem Nachbarhaus auch ein Deutscher sei. Das Nachbarhaus ist neu gebaut mit Blick auf die Karibik und ich hatte es schon die ganzen letzten Tage bewundert. Als er nun erzählt, daß es zu mieten ist frage ich nach dem Namen und er meint nebenan sei ein Schweizer der es verwalten würde. Ich lauf noch schnell vor zu dem Grundstück mit den Schweizern, zwei Hunde begrüßen mich, doch es gibt keine Glocke und es ist ja auch erst 8 Uhr in der früh. Also kehre ich wieder zurück zu David, der hat inzwischen telefoniert mit den Schweizern, spurtet zwei Häuser vor, bring mir die Visitenkarte und lädt mich ein auf ne Tasse Kaffee. Bei so viel Hilfsbereitschaft lasse ich ihm meine ganzen restlichen Kolones da. Noch ein bisschen Abkühlung an der Dusche und dann kommt schon unser Bus.

Das Gepäck wird am hinteren Fenster eingeladen und als wir einsteigen sind noch einige Plätze frei. Insgesamt sind wir nur 9 Leute die nach Panama gefahren werden. Es geht zunächst ins Landesinnere und nach 1-2 Stunden kommen wir an der Grenze an. Alles raus aus dem Bus, 8 Dollar Ausreiseticket kaufen, dann geht es zu Fuß zur nächsten Station um das Einreiseformular auszufüllen. Von dort aus mit dem gesamten Gepäck über die lange Brücke hinüber nach Panama zum Zollschalter, Foto machen, Fingerabdrücke und dann können wir wieder einsteigen in einen kleinen Bus der uns schon erwartet.

Weiter geht es Richtung Boccas, auf guten Straßen wie im Voralpenland mal hoch, mal runter vorbei an sehr einfachen Häusern und indigener Bevölkerung.

Nach knapp 1 Std. steigen wir an einem Fluß auf und wenig später holt uns ein Taxiboot ab und fährt uns in gut einer Stunde nach Boccas del Torro. Wir überlegen noch wie wir von dort auf unsere kleine Insel kommen, doch direkt hinter unserem Boot ist ein kleines Wassertaxi das genau da hin fährt und so geht es in knapp 10 Minuten  zur Bambuda Lodge

Schon beim Anfahren der Insel sieht man, daß hier alles grün ist, überall am Ufer Mangroven, oberhalb Dschungel und dann kommt das Haus in Sicht das wir gebucht haben, mit Steg und Wasserrutsche.

Eines der wenigen Häuser auf der Insel, es gibt insgesamt nur 250 Einwohner, keinen Supermarkt, keinen Geldautomat, ein Restaurant.

Wir schleppen unsere Rucksäcke die Stufen hinauf zur Rezeption und werden mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Hier oben ist der Pool mit Blick auf das Meer und die gegenüberliegenden Hügel, einfach nur schön.

Wir werden total freundlich begrüßt und wir erfahren, daß es hier private Zimmer, Dschungelbungalows und Dorms gibt. Unser Zimmer ist ein Stück weiter oben in einem größeren Haus im zweiten Stock. Auf dem Balkon zwei große Betten mit gigantischen Ausblick, das Zimmer selber sehr warm trotz Ventilator und wir beschließen uns erstmal abzukühlen.

Die Wasserrutsche ist mir eindeutig zu steil und so gehen wir zu Fuß runter an den Steg und hinein ins Meer. Ich mit einem großen Plastikschlauch, ich bin einfach ein echter Schißhas, und Christoph schwimmt hinaus ins Meer. Leider ist die Sonne weg und wir können keine Fische mehr sehen, doch allein auf dem Meer treiben mit Bick in die Umgebung ist einfach genial.

Wieder zurück am Poolbereich können wir uns aus 4 Angeboten das Abendessen aussuchen und bestellen, denn um ca. 7.30 ist für alle gemeinsam Abendessen angesagt.

Wir legen uns auf unserem Balkon auf das Sofa, lesen noch ein wenig und dann geht es zum Abendessen. Links neben uns zwei Franzosen, uns gegenüber eine junge Frau aus Chicago, eine aus der Schweiz, zwei Deutsche. Fast alle sind etwas länger unterwegs und es ist wie immer spannend Erfahrungen auszutauschen.

Ich hatte Curry bestellt mit Couscous, es schmeckt phantastisch und meine Tischnachbarin sagt mir, daß hier absolut jedes Essen genial sei, sie ist schon 5 Tage hier.

Wir haben interessante Gespräche, doch ich bin müde und mache mich schon bald auf Richtung Zimmer, noch kurz aufschreiben was heute war und dann ab ins Bett.

 

Tag 141 – Montag 18.6.

Panama ist ungefähr so groß wie Bayern und ich finde wir haben genau am richtigen Ort gestartet, die Inselgruppe Boccas del Torro besteht aus mehreren Inseln vor der Karibikküste, davon sechs größere sowie zahlreichen kleineren Inseln. und einem relativ großen Teil auf dem Festland, mit viel Regenwald.  Gestern sind wir ja auf der Hauptinsel Isla Colon angekommen, dort befindet sich auch die gleichnamige Hauptstadt und wir wollen morgen dann mal dort hinfahren und uns auch noch den bekannten Strand mit den Seesternen, den Starfish Beach anschauen.

Heute ist einfach nur relaxen angesagt, am Pool liegen und lesen, aus der Hängematte heraus den Blick aufs Meer genießen, zwischendurch einen Pina Colada schlürfen und sich austauschen mit einigen Deutschen. Anita und Orieta kommen aus Bremen, machen 3 Wochen Urlaub und empfehlen uns eine super Unterkunft in Bouquete, wir haben dort schon gebucht und nach einigem erzählen stellt sich heraus, daß wir genau da gebucht haben, wo sie auch waren.  Bei ihnen geht es morgen schon weiter nach Costa Rica, dort hat ein Bekannter aus Bremen ein großes Umweltprojekt, das hätte mich durchaus auch interessiert.

Nachmittags gehen wir dann runter ins Meer und entdecken dort Seesterne, man kann sie sogar mit bloßem Auge erkennen und wenn man die Schwimmbrille aufzieht hat man das Gefühl dass sie ganz nah sind. Ich hab keine Unterwasserkamera, deshalb halte ich dieses Bild in meinem Herzen fest. Da  ich ja echt ein Schißhas bin was das Schwimmen im Meer betrifft nehme ich den großen Reifen aus dem Pool mit ins Meer, setze mich in den Reifen und lass mich ein wenig hinaus treiben. Dabei entdecken wir, daß ganz in der Nähe eine ganz kleine Insel mit nur einem großen Haus ist, das muss Blue Coconut sein, ein Restaurant das uns der Fahrer empfohlen hat und das wir auch schon bei TripAdvisor gelesen haben. Das Restaurant ist direkt über dem Wasser gebaut und mit einem Steg mit der Insel verbunden, rundherum leuchtet das blaue und grüne Wasser. Da werden wir wohl die nächsten Tage mal hinfahren und die Schnorchelausrüstung mitnehmen. Am Wochenende ist wohl auch Live-Musik dort.

Ab 16 Uhr stehen dann an der Tafel 4 Gerichte angeschrieben und man kann seine Auswahl für den Abend treffen. Ich entscheide mich für Quinoa mit Gemüse und es war dermaßen lecker, zum reinlegen sagt man bei uns.

Nach dem Abendessen geht es dann auf unseren Balkon mit dem großen Bett, es ist stockdunkel, nur die Geräusche aus dem Dschungel sind zu hören. Kleine Geckos mit schwarzem Körper und braunem Gesicht laufen an der Wand und am Balkongeländer und ich bin sehr froh, daß sie da sind, weil die Mücken ihre Hauptmahlzeit sind.

Dazu hab ich auch ein kurzes Video: Oh wie schön ist Panama

 

Tag 142 – Dienstag 19.6.

Es regnet in Strömen als wir heute morgen aufwachen und so lauschen wir dem Regen und genießen die Zeit im Bett bis der Hunger so groß wird, daß wir beschließen frühstücken zu gehen. Christoph macht noch seine Gymnastik,  ich meine Meditation und dann gehen wir ins Restaurant. Es hat schon auch was so überdacht sitzen in angenehmer Wärme und draußen plätschert der Regen in den Pool und aufs Meer. Christoph holt anschließend den Laptop um meinen Podcast online zu stellen, die Beschreibung fertig zu machen und sie in meinen Blog einzufügen. Und da das Internet hier doch sehr langsam ist, braucht er dafür bis fast 14 Uhr bis alles fertig ist. Ich such mir eine gemütliche Ecke zum lesen und dem Regen zuzuschauen.

An sich wollten wir heute mit dem Wassertaxi nach Boccas fahren, ein bisschen Obst einkaufen und an den Strand, doch bei dem Wetter beschließen wir es auf den nächsten Tag zu verschieben.

Nachmittags kommt dann die Sonne durch es wird heller und wir gehen wieder ins Meer. Es hat eine so angenehme Temperatur, allerdings ist es bis weit hinaus ziemflich flach was das schwimmen für Christoph nicht ganz so angenehm macht. Er schwimmt weit hinaus und ich hoffe immer, daß die Wassertaxis ihn rechtzeitig sehen.

Wieder zurück in der Bambuda Lodge widmet sich Christoph meinem Buch „Erfolgreich mit Werten“, erstmal durchlesen auf Rechtschreibfehler und Grammatik achten und dann formatieren. Eine Arbeit die mich verrückt machen würde, ein Glück daß Christoph das für mich übernimmt.

Ich schau in die neue Facebook-Gruppe BOCK AUF MEHR WOHLGEFÜHL, freu mich total daß schon so viele Neue dabei sind und mach gleich noch einen Begrüßungspost. Dann mache ich endlich das Titelbild für die Businessgruppe fertig, damit auch die endlich in den nächsten Tagen starten kann. Noch kann ich mich nicht entscheiden wie ich sie nennen soll, Create your Success oder doch lieber Finanzielle Freiheit für Powerfrauen mit dem Untertitel mehr Zeit, mehr Geld, mehr Wohlbefinden?

Mir wäre wichtig, daß es um ein erfülltes und finanziell freies Leben geht, doch das ist irgendwie zu lang. Irgendwie eine schwere Geburt, doch in meinem Podcast sag ich ja immer „Lieber unperfekt begonnen, als perfekt gezögert“ vielleicht sollte ich es einfach mal starten.

Und auf einmal ist es schon wieder dunkel, Zeit zum Abendessen. Ich hab mir heute gefüllte Auberginen bestellt, fantastisch und dazu noch einen Cocktail. Da mich Alkohol müde macht, schreib ich nur noch den heutigen Tag auf und dann geht es ab ins Bett.

Tag 143 – Mittwoch 20.6.

Sonnenschein schon am Morgen und so beschließen wir gleich mit dem Wassertaxi zur Hauptinsel in die Stadt Bocas del Torro zu fahren. Das Taxiboot ist bunt bemalt, vorn drauf eine barbussige Meerjungfrau und auch die Bänke sind echt schön gemacht. Die Überfahrt kostet pro Person 5 Dollar und Kapitän Riki möchte auf uns warten um uns wieder zurück zu bringen. Doch wir wissen noch gar nicht wie lange wir bleiben werden. Wir kaufen uns gleich mal 2 Bananen zum Frühstück und wenn man so das Obst und Gemüse im Supermarkt anschaut, dann würde vieles davon bei uns in Deutschland gar nicht mehr gekauft werden. Gerade bei den Bananen, viele braune Flecken, Druckstellen, doch der Geschmack ist einfach sensationell. Wir schlendern an der Hauptstaße entlang und schon nach 5 Minuten läuft mir vorn und hinten das Wasser runter. Da Christoph eh noch einen Cappuchino trinken will gehen wir ins Selina, ein Hostel mit Terasse auf dem Meer und einem wunderschönen Blick. Wir sind etwas überrascht über die hohen Preise in den Dorms, doch es scheint sehr beliebt bei den Surfern zu sein.

Wir kommen an einer gr0ßen Tafel vorbei, wo die ganzen Inseln eingezeichnet sind und wir werden sofort angesprochen ob wir nicht eine Tour buchen wollen, Delphine, Seesterne, Nationalpark Insel mit Traumstrand, statt 30 Dollar für nur 25 Dollar. Wir wollen durchaus, doch nicht heute, irgendwann die nächsten Tage.

Ein paar Häuser weiter spricht mich wieder einer an wegen der Tour, er fragt wo wir derzeit wohnen und bietet uns an für 25 Dollar uns auch noch an der Bambuda Lodge abzuholen und dorthin zurückzubringen. Womöglich hätte der erste das auch gemacht, doch wir haben dann tätsächlich für morgen gebucht, weil wir eh wollten und er von sich aus dieses Angebot gemacht hat. Dann will er wissen wie lange wir bleiben und wohin dann die Reise geht und verkauft uns gleich auch noch die Fahrt nach Boquete. Von dem Verkäufer kann man etwas lernen.

Beim Weiterspazieren werden wir von einer jungen Frau angesprochen die uns einen Gutschein schenkt und uns in ein Cafe einlädt, das nur 100 Meter weiter sein soll. Ich schlage vor einen Roller auszuleihen, Christoph ist für ein Fahrrad und wir entdecken auch gleich ums Eck einen der Fahrräder ausleiht, in unterschiedlichen Farben stehen sie herausen, die Tür zur Hütte offen, nebenan eine Klingel, da keiner da ist, läuten wir und oben erscheint ein junger Mann auf dem Balkon etwas verschlafen und meint in 10 Minuten wäre er für uns da. Wir warten ca. eine Viertelstunde, dann läuten wir nochmal, jetzt kommt eine Frau im schönsten hellblau geblümten Nachthemd und wir können zwei Fahrräder für je 5 Dollar ausleihen.

Der Fahrtwind tut einfach gut, doch wir kommen nicht weit, da sieht Christoph auf der rechten Seite das Cafe für das wir die Gutscheine bekommen haben. Ein netter kleiner Laden mit schönem Schmuck und Accesuars ist angeschlossen, gemütlicher Sitzbereich auch mit Blick aufs Meer und zwei junge Frauen aus Österreich frühstücken auch gerade hier. Wir nehmen die Empfehlung des Hauses, ein Crepe mit Bananen, Honig und Mandeln, teilen uns das zweite Frühstück und dann geht es weiter am Strand entlang Richtung Playa Bloff, der angeblich so schön sein soll.

Etwas ausserhalb des kleinen Städtchens werden die Behausungen einfacher, zwischendurch allerdings auch wieder total schöne Häuser. Es ist kaum Verkehr und  wir sind schon ein ganzes Stück geradelt als endlich das Schild Playa Bluff 5 km erscheint. Wir machen kurzen Stop um uns abzukühlen, dann geht es weiter der Küste entlang. Irgendwann hört die geteerte Straße auf, es folgt die schon aus Costa Rica bekannte Schotterpiste mit tiefen Löchern, oft noch mit Wasser gefüllt. Außer uns scheint kaum jemand unterwegs zu sein.

Als wir am Playa Bluff ankommen erwartet uns ein wunderbarer Sandstrand, traumhaft, kilometerweit nur ein einziges Pärchen zu sehen, die Wellen so wie wir sie kennen von den letzten Wochen, doch  auch hier ein Warnschild wegen der Strömung.

Wir genießen hier ein Stündchen Sonne, Strand und Meer, dann machen wir uns auf den Rückweg, denn um 17 Uhr sollen wir das Fahrrad zurückbringen und wir wollen ja noch ein bisschen was von der Insel sehen.

Es ist der Innbegriff einer karibischen Trauminsel, der Flair, die malerische Umgebung, an sich relativ leicht erreichbar. Am Playa Bluff soll es im November sogar 7 Meter hohe Wellen geben und ist anscheinend bei Surfern fast genauso beliebt wie Hawai

Auf dem Rückweg kurzer Stop in der Piratenbar für einen Cocktail und dann zurück in die Stadt, noch ein bisschen einkaufen, Avocado und Nüsse für mich, Bier und Wein für Christoph. Dann entdecke ich doch tatsächlich eine kleine Boutique, hier gibt es lauter Bambuskleidung in kräftigen Farben, ich probiere einiges an und entscheide mich für ein Oberteil. Nicht nötig, doch schön.

Nachdem wir unser Fahrräder zurück gegeben haben beschließen wir heute hier Abend zu essen, finden ein nettes, einheimisches Lokal direkt am Meer und lassen den Tag ausklingen mit leckerem Fisch.

Wir gehen zum „Wassertaxi-Stand“ und schon kommt uns einer entgegen mit einem Becher Eis in der Hand und fragt wo wir hinwollen, er würde uns fahren. Wir steigen ein und kaum fahren wir los kommt uns Kapitätn Riki entgegen, er würdigt uns keines Blickes, ist beleidigt, daß wir uns für einen anderen entschieden haben.

Wieder zurück genießen wir unser „Bett“ auf dem Balkon und beschließen wie immer den Abend in dem wir die 3 Punkte aufschreiben für die wir heute am meisten dankbar sind.

Dazu hab ich auch ein kurzes Video: bocas del Toro, Playa Bluff

Tag 144 – Donnerstag 21.6.

Es regnet in Strömen als wir aufwachen und ich denk so „oh schade“, doch dann fällt mir ein daß wir ja in Panama sind und in der Regel so um 9 Uhr dann die Sonne scheint.

Tatsächlich um 9 Uhr strahlend blauer Himmel, gegenüber wunderschöne weiße Wolken und ich check noch meine Nachrichten in facebook etc. Hatte ja gestern das tolle Vorwort von Orhidea für mein Buch gepostet und bin ganz überwältigt über die Glückwünsche und positve Resonanz die ich bekomme.

Ein Gefühl von unglaublicher Dankbarkeit überkommt mich, doch es wird gleich noch intensiver.

Wir werden um 10 Uhr von einem Taxiboot abgeholt, die anderen 8 Passagiere sitzen schon drin mir ihren Schwimmwesten und wir fahren gerade mal 100 Meter da taucht rechts von uns ein Delphin auf, gleich danach ein zweiter, sie spielen miteinander umkreisen dann unser Boot, einer schwimmt unter uns durch. Ein absolut berührendes Erlebnis, ich bin so fasziniert, daß ich gar kein Foto mache.

Dann geht es weiter vorbei an unzähligen kleinen Inseln zu dem Platz wo an sich meist ganz viele Delphine sich tummeln, heute allerdings nicht, doch dann machen wir halt an einer winzigen Insel mit ganz vielen Seesternen. Wunderschön und beeindruckend. Der nächste Halt ist dann der Nationalpark, glasklares türkis schimmerndes Wasser, weißer Sandstrand, einfach nur traumhaft.

Der erste Weg führt uns ins Wasser, es ist einfach unbeschreiblich und wir sind so glücklich und dankbar, daß uns das geschenkt ist, bzw. dass wir uns dafür entschieden haben 1 Jahr Weltreise zu machen. Ich höre ja jeden Tag ganz oft von meinem Mann daß er mich liebt, doch so oft wie er es mir jetzt bezeugt ist einfach nur schön. Ihm tut es auch so richtig gut, man merkt so richtig wie auch er langsam entspannt, obwohl seine berufliche Situation eine Katastrophe ist. Doch das wäre sie auch zuhause und hier kann er wenigstens Kraft schöpfen.

Fast eine Stunde tummeln wir uns in dem warmen Wasser, dann beschließen wir die Insel zu umrunden, wir haben ja 2 Stunden Zeit. Die erste Hälfte können wir angenehm am Strand entlang schlendern, denn hängen die Bäume und Sträucher ins Wasser hinein, doch es ist gut möglich im Wasser weiter zu wandern. Wieder zurück am Boot geht es nochmal ins Wasser und bevor wir uns umschauen heißt es auch schon wieder einsteigen und weiter geht es zu einer kleinen Insel zum Mittagessen. Der Steg ist überdacht und 6 Hängematten sind aufgespannt und ein paar Liegestühle. Gleich nach dem Essen geh ich zurück zur Hängematte und genieße den Blick auf das Meer und die gegenüberliegende Insel.

Als wir dann wieder zurück fahren machen wir einen kurzen Halt an einer kleinen Insel und unser Fahrer zeigt uns noch einige Faultiere, die ich vermutlich selber gar nicht gesehen hätte. Weiter geht es mit Volldampf durch die Inselwelt und auf einmal wird er wieder langsam, es sind wieder ein paar Delphine zu sehen.

Als wir wieder in der Bambuda Lodge ankommen bin ich echt erschöpft von all den Eindrücken und wir setzen uns wieder einmal auf unserem Balkon auf das „Bett“ schauen dem Sonnenuntergang zu, den roten Wolken am Himmel bis es Zeit ist zum Abendessen. Heute am Tisch mit 6 jungen Engländern und so langsam merke ich, daß ich doch immer ein bisschen mehr verstehe.

 

Tag 145 – Freitag 22.6.

Bin paarmal in der Nacht aufgewacht, es juckt am ganzen Körper, selbst Cremen hilft nicht wirklich. Morgens bin ich absolut gerädert und bleibe erstmal noch ein wenig im Bett liegen.

Doch dann beschließe ich mich unten beim Restaurant auf das Sofa zu setzen, dort ist der Ausblick noch schöner. Ich nehm mir meine Avocado mit zum Frühstück und mach es mir im Sofaeck gemütlich.

Da lese ich einen Post von Martin Kringel:

Ich war 5 Monate in Südamerika. Ich komme wieder und mir fällt mal wieder auf wie toll es ist, in Deutschland zu sein.

  1. Ich laufe über die Straßen ohne zu stolpern
  2. Die nächste gute Espressomaschine ist weniger als einen Halbmarathon entfernt
  3. Man darf Toilettenpapier ins Klo werfen ohne daß es verstopft
  4. Ich habe vergessen, wie gut sich duschen anfühlen kann, denn die Duschen haben hier Wasserdruck. Und die Sensation – es kommt warmes Wasser
  5. Öffentlicher Transport, der keiner Lotterie gleicht (kommt der Bus? Überlebe ich diesen wahnsinnigen Fahrer) ….

Das sind nur einige der positiven Sachen, die mir auffallen. Wir sollten unglaublich stolz sein auf unsere wirtschaftlichen und kulturellen Errungenschaften.

Wir sollten raus rennen und nackt im Regen tanzen …

Doch was ist das Erste was ich höre? Eine Frau meckert über die 10 Minuten Verspätung des Flugzeugs. Beim Bäcker sagt eine „ich könnte kotzen …“

Wir sind eine Mecker Kultur. Wie konnte ich das vergessen und so krieg ich gleich schon wieder Lust meine Sachen nicht aus- sondern umzupacken …

Ein Schmunzeln schleicht sich über mein Gesicht und ich mach jetzt das was ich schon seit ewigen Zeiten aufgeschoben habe, endlich die Gruppe „Finanzielle Freiheit für Powerfrauen“ in facebook zu gründen. Hab es immer wieder vor mir hergeschoben, weil ich nicht wusste wie ich sie nennen soll und andere Ausreden.

Jetzt ist sie erstellt und darf wachsen und Frauen dabei inspirieren wie sie ein erfülltes und finanziell freies Leben führen können, wie sie mehr Zeit, mehr Geld, mehr Lebensqualität haben. Ein echt gutes Gefühl …

Dann geh ich mit Christoph eine Runde ins Meer schwimmen in der leisen Hoffnung auch heute wieder einen Delphin zu sehen. Leider nicht, doch auch bei uns sind ganz viele Seesterne und wenn man ein bisschen rauspaddeln hat man einen wunderbaren Blick auf Blue Coconut. Da wollten wir an sich heute zum Mittagessen hin gehen, doch da ich immer noch nicht so ganz fit bin, verschieben wir das auf morgen.

Ich bestell mir einen leckeren Ananas-Passionfruit Smoothie und einen leckeren Wrap und stell zu fest, daß ich zum ersten Mal verpasst habe meinen Podcast zu veröffentlichen.

Ich hol meinen Kopfhörer, nehm die heutige Episode „Weltreise – Fragen und Antworten“ auf und veröffentliche sie auch gleich. Ist mir echt peinlich, doch dann denke ich, Fehler dürfen passieren und meine Hörerinnen werden sich auch ein paar Stunden später freuen.

Ich freu mich jedenfalls riesig über fast 25.000 Downloads und über eine tolles Feedback das ich heute zu meinem Podcast bekommen habe.

Der Nachmittag vergeht mit Lesen und Relaxen und heute gönn ich mir mal einen italienischen Liebefilm über youtube. Es ist schon genial was alles möglich ist.

Die Angebote für das Abendessen sind wie immer total vielversprechend und ich entscheide mich heute für Pasta mit Gemüse, es schmeckt einfach phantastisch.

Delphine, Pelikane, Seesterne

Tag 146 – Samstag 23.6.

Tja das wird heute nichts mit Blue Coconut, denn zum einen regnet es und zum anderen bin ich noch ganz und gar nicht fit. Das Blue Coconut ist sozusagen ein schwimmendes Restaurant an einer ganz kleinen Nachbarinsel und außen herum soll ein wunderschönes Riff zum schnorcheln sein. Das Essen sei dort auch sehr gut. Nachmittags wollten wir noch an den Red Frog Beach, der liegt auf der Nachbarinsel Bastimentos und soll einer der schönsten Strände in Boccas sein, das haben wir allerdings erst gestern beim Abendessen erfahren. Da ich noch immer nicht so fit bin gehen wir nur kurz ins Meer, entspannen am Pool, lesen ein wenig auf unserem Balkon und freuen uns wieder auf das Abendessen. Heute habe ich ein Curry mit Fisch bestellt und zum ersten Mal in dieser Woche bin ich nicht ganz so glücklich mit der Auswahl, den es ist dermaßen scharf für mich, selbst als ich Reis dazu bestelle, daß ich nur die Hälfte esse. Doch das schadet mir ja auch nicht. Tabea und ihr Freund aus Tuttlingen sind heute angekommen und unsere Tischnachbarn, sie ist Krankenschwester, er Arzt und sie kommen gerade von 2 Wochen Costa Rica Rundreise hierher um ihre letzte Urlaubswoche in Panama zu verbringen. Was bin ich froh und dankbar, daß wir länger unterwegs sind und ganz entspannt an jedem Ort etwas länger verweilen können.

Tag 147 – Sonntag 24.6.

Sonnenschein schon am frühen Morgen, wir packen all unsere Sachen ein und gehen zum Frühstück. Anschließend will ich noch weiter an meinem Blog schreiben, doch Tabea sitzt auch schon auf der Coach und sie erzählt mir, daß sie zwar gern als Krankenschwester arbeitet, doch selber seit Jahren zum Heilpraktiker geht und inzwischen vieles etwas kritischer sieht. Wir tauschen uns aus über Zellbiologie, orthomolekulare Medizin, die Bücher die sie gerade liest und schon ist es kurz vor 11 Uhr. Es ist Zeit an den Steg zu gehen wo uns ein Taxiboot abholt und nach Boccas del Torro bringt.

Dort laden wir unser Gepäck aus gehen damit zu dem kleinen Tourenanbieter bei dem wir unsere Fahrt nach Boquete gebucht haben. Er sagt uns, daß wir noch eine halbe Stunde Zeit haben und so lassen wir unser Gepäck dort und laufen an der Uferstraße entlang um uns noch ein paar Bananen und Nüsse für die Fahrt zu kaufen. Gerade als wir den Supermarkt verlassen fängt es an zu regnen und innerhalb weniger Minuten gießt es wie aus Eimern. Klitschnaß komme ich beim „Tourenbüro“ an und werde eingeladen in die kleine Hütte rein zu kommen, da stapelt sich in einem Eck das ganze Gepäck von mehreren Leuten, einer der beiden Plastikstühle wird mir zum sitzen angeboten und so schaue ich mit den beiden Männern Fußball in einem winzig kleinen Fernseher auf dem mehr Schneeflocken zu sehen sind wie ein tatsächliches Bild. Ich kann mich erinnern, daß wir als Kind im Fernseher auch manchmal so ein flimmern hatten und bin fasziniert mit welcher Begeisterung die beiden das Fußballspiel verfolgen.

Nach ca. 20 Minuten sagt Pedro uns, daß wir unser Gepäck nehmen sollen und ihm folgen. Und so spaziert eine Gruppe von 10 Leuten fast im Gänsemarsch hinter ihm her. Zum Glück hat es aufgehört zu regnen. Als wir am richtigen Bootsanleger Steg ankommen warten dort schon unglaublich viele Menschen. Das erste Boot kommt, nimmt einen Teil der Leute mit, das Zweite Boot kommt, wieder werden einige eingeladen und als das dritte Boot kommt, werden wir namentlich aufgerufen und suchen einen Platz in dem Wassertaxi. Pedro steigt auch mit ein und begleitet uns bis zur anderen Seite. Ganz langsam fahren wir los, doch dann gibt der Kapitän Gas und da der Wellengang durchaus ein bisschen heftiger wird, schlagen wir immer sehr hart auf dem Wasser auf. Mir tut es richtig weg, doch Pedro grinst nur und freut sich an unseren abwechselnd lachenden und  angespannten Gesichtern. Gut eine halbe Stunde später landen wir auf dem Festland und werden dort schon erwartet.

 

Meine TOP 3 in Bocas del Toro waren

  1. die Bambuda Lodge

  2. der  Playa Bluff

  3. die Delphine auf unserem Ausflug

 

Du warst schon mal in Boccas del Torro? Dann schreib gerne Deine Erfahrungen in die Kommentare

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Ich wünsch Dir jedenfalls einen traumhaft schönen Tag, ein glückliches, erfülltes und finanziell freies Leben

Deine Amata